Die Spitze der AfD-Landtagsfraktion will sich in den Streit um den Würzburger Abgeordneten Daniel Halemba offenbar nicht einmischen. Der AfD-Landesparteitag hatte Halemba am Wochenende per Mehrheitsbeschluss dazu aufgefordert, sein Landtagsmandat niederzulegen. An diesen Beschluss ist der 22-Jährige, gegen den die Würzburger Staatsanwaltschaft unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt, aber nicht gebunden. In dem Antrag auf dem Parteitag ging es auch nicht um diese Vorwürfe, sondern darum, dass Halemba bei der Listenaufstellung für die Landtagswahl zu seinen Gunsten getrickst haben soll.
Der AfD-Fraktionsvorstand teilte dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage mit, dass man „diese innerparteilichen Vorgänge“ nicht begleite. Der Landesvorstand werde Halemba über den Parteitagsbeschluss unterrichten und ihn bitten, der Forderung zu folgen. Ob Halemba weiterhin Teil der AfD-Fraktion bleiben darf, wenn er sein Mandat behalten will, beantwortete der Fraktionsvorstand ausweichend: „Solange Herr Halemba Parteimitglied ist, besteht gemäß Satzung auch seine Mitgliedschaft in der Fraktion.“ Grundsätzlich wollen die Partei- und Fraktionsspitze der bayerischen AfD sich „nicht über die Medien“ verständigen, hieß es.