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Studie: Leute im Ruhrgebiet gelten als besonders anpassungsfähig

Laut einer Studie gelten Menschen im Ruhrgebiet als besonders anpassungsfähig und krisenfest. Dem „Mentalitäts-Atlas“ zufolge kann das ein entscheidender Standortvorteil sein.

Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach belegt das Ruhrgebiet im Fremdbild mit 77 Prozent den ersten Platz bei der Eigenschaft Anpassungsfähigkeit. Hier das Welterbe Zeche Zollverein in Essen
Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach belegt das Ruhrgebiet im Fremdbild mit 77 Prozent den ersten Platz bei der Eigenschaft Anpassungsfähigkeit. Hier das Welterbe Zeche Zollverein in EssenImago / Jochen Tack

Die Menschen im Ruhrgebiet gelten einer Umfrage zufolge in Zeiten des Wandels als besonders anpassungsfähig und stufen sich auch selbst häufig so ein. Im Rahmen der repräsentativen Befragung, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Regionalverbands Ruhr (RVR) durchführte und die in Essen vorgelegt wurde, werden sieben Regionen in Deutschland miteinander verglichen. Im Zentrum stehen dabei die Mentalitäten in den Regionen sowie die Anpassungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft der Menschen als Schlüsseleigenschaften für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.

Der Mentalitätsatlas vergleicht die wahrgenommenen Selbst- und Fremdbilder in den von den Demoskopen definierten Regionen Bayern, Berlin, Norddeutschland, Rheinland, Ruhrgebiet, Sachsen und Schwaben. Das Ruhrgebiet belegt demnach im Fremdbild mit 77 Prozent den ersten Platz bei der Eigenschaft Anpassungsfähigkeit – noch vor dem Rheinland (73 Prozent) und Berlin (74). Seltener wird Anpassungsfähigkeit hingegen den süddeutschen Regionen Schwaben (67 Prozent) und Bayern (60) sowie den Sachsen (52) zugesprochen.

Studie: Mentalität einer Region beeinflusst Lebensqualität

Angesichts wachsender Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durch Digitalisierung und demografischen Wandel rücke die Bedeutung weicher Standortfaktoren zunehmend in den Fokus, hieß es. Die Mentalität einer Region präge entscheidend, wie Menschen angesprochen und für Veränderungen motiviert werden könnten, erklärte Wilhelm Haumann vom Institut für Demoskopie Allensbach. „Sie beeinflusst damit auch die Attraktivität eines Standorts sowie die wahrgenommene Lebensqualität der Region.“

Die Untersuchung basiert den Angaben nach auf einer repräsentativen Online-Befragung der deutschen Bevölkerung. Dabei wurden vom 7. bis 17. Januar dieses Jahres über 2.900 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in Deutschland befragt.