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Stiftung fördert 37 Denkmäler in Niedersachsen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will in diesem Jahr Restaurierungsaufgaben an mindestens 37 niedersächsischen Denkmälern mit rund 2,1 Millionen Euro fördern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Dampfschiff „Prinz Heinrich“ in Leer, wie die Stiftung am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der ehemalige Post- und Passagierdampfer wurde 1909 in der Meyer-Werft in Papenburg für die Borkumer Kleinbahn- und Dampfschifffahrts-AG in Auftrag gegeben.

Obwohl durch Umbauten in den 1950er Jahren nicht mehr im Originalzustand, gilt das Schiff als schifffahrtsgeschichtlich besonders wertvolles und mittlerweile einmaliges Objekt. Denn Rumpf, Decksaufbauten und die Hilfsmaschinen weisen immer noch ein hohes Maß ihrer ursprünglichen Substanz auf. Die „Prinz Heinrich“ verkehrte in erster Linie zwischen Emden und Borkum. 1953 in „Hessen“ umbenannt, wurde der Dampfer 1958 von der Reederei AG-Ems zum Motorschiff umgebaut. Nachdem es 1970 außer Dienst gestellt wurde, lag es als Museumsschiff „Mississippi“ für eine Überseeausstellung an der Trave in Lübeck.

Bundesweit unterstützt die DSD in 2025 den Erhalt und die Sanierung von 385 Denkmälern. Seit ihrer Gründung 1985 hat die Stiftung rund 790 Millionen Euro für über 7.400 Projekte zur Verfügung gestellt. Mit rund 200.000 Förderern ist sie zudem die größte Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland.