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Robra eröffnet Bachfesttage in Köthen

In Köthen (Sachsen-Anhalt) sind am Mittwochabend die 30. Bachfesttage eröffnet worden. Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte anlässlich des Eröffnungskonzerts, Johann Sebastian Bach habe Köthen ganz besonders seinen musikalischen Stempel aufgedrückt. „Dieses Erbe ist in Köthen allgegenwärtig“, sagte der Minister in seiner Gratulation zur Jubiläumsveranstaltung. Die Bedeutung der Bachfesttage für das Musikland Sachsen-Anhalt und ihr Renommee seien unbestritten.

Zur Eröffnung im Schloss Köthen hatte die Köthener BachGesellschaft diesmal statt eines großen Ensembles ein Trio unterschiedlicher Solisten präsentiert. Auf Grundlage von Bachs drei Sonaten für Violine hatte der spanische Choreograf und Tänzer Juan Kruz Díaz de Garaio Esnaola eine besondere Tanz-Choreografie entworfen: Ein Spiel zwischen drei Menschen, das laut Ankündigung „den ganzen Möglichkeitskosmos der Bachschen Musik“ eröffnen soll.

Seit 2016 ist der Musiker und Konzertdesigner Folkert Uhde Intendant der Festspiele. Er setzt neben den klassischen Konzerten auf ein verjüngtes Angebot. Bis zum 1. September erwartet das Publikum eine Mischung aus Konzerten, Tanztheater, Performances, Live-Podcasts, Videokunst mit Poetry-Slam in Kombination mit Bach und seinen Zeitgenossen, elektronischer Musik und Neukompositionen.

Die Köthener Bachfesttage fanden erstmals 1967 statt. Das Festival wird alle zwei Jahre von der Köthener BachGesellschaft veranstaltet und erinnert an den Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750), der von 1717 bis 1723 in der Stadt gelebt und dort als Hofkapellmeister gewirkt hat.