Ein Dom in neuem Licht: Nach siebenwöchiger Sanierung ist der Dom von Osnabrück wieder geöffnet. Beim Gottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe gab es jede Menge Stehplätze.
Nach Sanierungsarbeiten ist der Osnabrücker Dom am Sonntag wieder geöffnet worden. Beim Festgottesgottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe erlebten die Gläubigen ein helles und geräumiges Gotteshaus noch ohne Bänke und Stühle. Bis zum regulären liturgischen Betrieb ab Aschermittwoch sollen im Mittelschiff des Domes die Bänke wieder aufgestellt werden. Die Seitenschiffe würden vermutlich erst einmal leer bleiben, sagte Wübbe der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Seit Mitte Januar wurden Elektrik und Beleuchtung des Gotteshauses umfassend saniert. Rund 380 Lampen wurden von Halogen- auf LED-Technik umgestellt und leuchten den Dom im bisher eher dunklen Mittelgang besser aus. Gleichzeitig reduziert sich nach Angaben des Bistums der Stromverbrauch von 41.000 auf 8.800 Watt, was einer geschätzten Einsparung von 20.000 Euro jährlich entspreche.
Erneuert und modernisiert wurden auch die übrige Elektronik und Elektrik um Dom. Die Anlage war nach Aussage des Bistums so veraltet, dass es teilweise keine Ersatzteile mehr gab und es vereinzelt zu kleineren Kabelschmorbränden gekommen war. Die geplanten Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.
Der im 12. und 13. Jahrhundert erbaute Osnabrücker Dom im romanischen und gotischen Baustil war zuletzt im Jahr 2000 renoviert worden. Er ist dem heiligen Petrus geweiht und bekannt auch wegen seiner beiden ungleich großen Westtürme.