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Mehr als 700.000 Euro für Kriegsgräber gesammelt

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Baden-Württemberg hat im Jahr 2024 bei seiner Haus- und Straßensammlung über 700.000 Euro erhalten. Besonders hervor stach die Beteiligung der Bundeswehr und ihrer Reservisten, die mit 317.202 Euro fast die Hälfte der Summe sammelten, wie der Landesverband am Mittwoch in Konstanz mitteilte. Landesvorsitzender Guido Wolf verwies auf die Herausforderung, die Kriegsgräberfürsorge langfristig zu sichern.

Im vergangenen Jahr pflegten Jugendgruppen aus Baden-Württemberg deutsche Kriegsgräber in Ungarn, Frankreich und Bulgarien. Wolf betonte die aktuelle Bedeutung dieser Arbeit: „Gerade im Angesicht des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ist es wichtig, an den Gräbern zum Frieden zu mahnen.“

Der Volksbund finanziert sich großteils über Spenden, da Bundesmittel seit Jahren gedeckelt sind und vor allem die internationale Arbeit fördern. Innenpolitische Projekte wie Jugend- und Bildungsarbeit erhalten weniger Unterstützung. Bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen solle das thematisiert werden, so Wolf. (0623/19.03.2025)