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Lehrkräfte für Religionsunterricht in Niedersachsen beauftragt

Insgesamt 30 Religionslehrkräfte aus ganz Niedersachsen sind mit der Erteilung des evangelischen Religionsunterrichts beauftragt worden. Nach einem Gottesdienst in Rastede bei Oldenburg erhielten sie ihre Vokationsurkunden, wie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg am Freitag mitteilte. Außerdem erhielt eine Lehrkraft, die die Ausbildung zur Schulseelsorgerin absolviert hat, ihre Urkunde. Die Lehrkräfte unterrichten in allen Schulformen: Förderschulen, Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen.

In seiner Predigt betonte der für Bildungsfragen zuständige Oberkirchenrat Lars Dede, dass im Fach Religion die Entwicklung einer eigenen Position in Glaubensfragen gefördert werde. Dies sei wichtig „in einer Welt, in der die Frage, was uns verbindet und zusammenhält, brüchig geworden ist“. Im Fach Religion gehe es um den Erhalt der Demokratie und den Einsatz für den Nächsten und die Nächste. Nicht zuletzt gehe es auch um den Dialog der Religionen und das Verhältnis der Weltanschauungen zueinander.

Die Vokation ist nach Angaben eines Kirchensprechers Voraussetzung, um evangelischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen zu erteilen. Diese Bestätigung wird von der Konföderation evangelischer Kirche in Niedersachsen ausgesprochen. Damit verpflichten sich die evangelischen Kirchen in Niedersachsen zugleich dazu, den Dienst der Religionslehrkräfte zu begleiten und unterstützen diese kontinuierlich durch Fortbildungs- und Beratungsangebote. Das Wort Vokation leitet sich aus dem lateinischen „vocare“ für „rufen“ ab.