Menschen mit Behinderung sichtbar machen – darum geht es beim Medienpreis “Bobby” der Lebenshilfe. Geehrt werden ARD-Sportexperte Busemann und die Macherinnen eines Instagram-Kanals über einen Menschen mit Down-Syndrom.
Der Medienpreis “Bobby” der Lebenshilfe für Engagement für Menschen mit Behinderung geht in diesem Jahr an den ARD-Sportexperten Frank Busemann und die Geschwister Marian und Tabea Mewes mit ihrem Instagram-Kanal #notjustdown. Die Preisträger machten Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit sichtbar und setzten sich für eine inklusive Gesellschaft ein, teilte die Lebenshilfe am Montag in Berlin mit. Die Auszeichnung soll am 14. November in Berlin verliehen werden.
Busemann, der 1996 bei den Olympischen Spielen im Zehnkampf die Silbermedaille gewann, stehe inzwischen als ARD-Sportexperte regelmäßig auch bei Wettbewerben von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung vor der Kamera. Zudem ist er seit 2014 ehrenamtlicher Botschafter von Special Olympics Deutschland. “Frank Busemann ist ein absoluter Sympathieträger und eine Identifikationsfigur – gerade für Menschen mit Behinderung”, sagte die Lebenshilfe-Vorsitzende Ulla Schmidt.
Die Geschwister Marian und Tabea Mewes zeigen auf ihrem Instagram-Kanal #notjustdown den Alltag eines jungen Menschen mit Down-Syndrom. Dabei gehe es darum, welchen Spaß er am Leben habe, aber auch, welche Widerstände er überwinden müsse. Damit verbreiteten die Geschwister eine wichtige Botschaft, so Schmidt: “Alle gehören dazu, niemand darf ausgegrenzt werden!”
Der “Bobby” wird seit 1999 vergeben und ist nach seinem ersten Preisträger Bobby Brederlow benannt, einem 2024 gestorbenen Schauspieler mit Down-Syndrom.