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“Kirchenmusik kann das Reden und Sehen übertreffen”

Der Rostocker Kirchenmusikdirektor und Honorarprofessor Markus Johannes Langer hat die Bedeutung der Kirchenmusik in einem weithin entkirchlichten gesellschaftlichen Umfeld unterstrichen. „Wenn nicht-religiöse Menschen in der Kantorei singen und Gemeinschaft erfahren, atheistische Eltern ihre Kinder im Konzert anhören und von der Musik berührt werden, dann hat Kirchenmusik schon viel bewirkt“, sagte Langer dem Evangelischen Pressedienst (epd) in einem Interview. „Geistliche Musik kann uns mit uns selbst, mit anderen und mit Gott verbinden. In Zeiten der Angst und Unsicherheit kann das Singen Trost und Hoffnung spenden.“

Zudem könne Kirchenmusik „das Reden und Sehen ergänzen, vertiefen und auch übertreffen“, sagte der gebürtige Bayer, der seit 25 Jahren Kantor und Organist an der evangelischen St.-Johannis-Kirche in Rostock ist. „So können wir von Hoffnungsbildern der Bibel, von denen auch kirchliche Menschen kaum zu sprechen wagen, in wunderbaren Vertonungen singen. Ich denke da an das anbrechende Reich Gottes, an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“

Markus Johannes Langer (geboren 1971 in Erlangen) lebt und arbeitet seit dem Jahr 2000 in Rostock. Die Kantorei der evangelischen St.-Johannis-Kirche in Rostock gehört mit etwa 350 Sängerinnen und Sängern zu den größten Kantoreien Norddeutschlands. Seit April 2000 lehrt Langer zudem an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater.