In den Monaten Oktober, November und Dezember 2024 sind die Printauflagen der Tageszeitungen weiter gesunken. Wie die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) am Dienstag in Berlin mitteilte, ging die verkaufte Auflage von 10,8 Millionen im Vorquartal auf 10,7 Millionen Exemplare im vierten Quartal zurück (viertes Quartal 2023: 11,4 Millionen Exemplare). Die Wochenzeitungen verzeichnen hingegen gegen den Trend und im Vergleich mit dem dritten Quartal ein Plus von 2,5 Prozent im Einzelverkauf. Der positive Trend der Auflagenzuwächse bei den ePapern sowie bei der Nutzung von Paid Content setzte sich laut IVW im vierten Quartal fort.
Im Vergleich zum vierten Quartal 2023 ist die Verbreitung von ePapern im vierten Quartal 2024 weiter gestiegen: bei den Tageszeitungen um knapp 23 Prozent, bei den Wochenzeitungen um 6,8 Prozent, bei den Fachzeitschriften um gut 15 Prozent, und den Publikumszeitschriften um 4,9 Prozent, wie es hieß.
IVW-Geschäftsführer Kai Kuhlmann sagte: „Der Shift von Print zu Digital ist nicht aufzuhalten, wie die IVW-Zahlen belegen – prozentual zweistellige Zuwächse in einzelnen Gattungen zeigen, dass die Vorteile der Nutzung über unterschiedliche Endgeräte in der Breite der Bevölkerung angekommen sind.“
Die „Süddeutsche Zeitung“ verkaufte in den letzten drei Monaten des Jahres insgesamt 268.986 Exemplare, im Vorquartal waren es 255.715. Bei den e-Papern lag die Verkaufs-Zahl bei 108.622 (Vorquartal: 102.346). Beim Paid Content (SZ Plus) stieg die Zahl der Nutzungen von 182.067 auf 191.803.
Bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ waren es 178.670 verkaufte Exemplare (Vorquartal: 179.554), davon 70.736 ePapers (72.024 im Vorquartal); der Paid Content wuchs hier von 145.425 im dritten auf 154.327 im vierten Quartal.
Bei der „Bild“-Zeitung sank die verkaufte Auflage von 1,02 Millionen Stück im dritten Quartal auf 989.933 im vierten Quartal 2024 ; auch hier wuchsen allerdings die Zahlen von ePaper und Paid Content.