Der für die Linke in den Bundestag gewählte Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert kann sein Mandat nach mehreren erlittenen Schlaganfällen vorerst nicht ausüben. Noch immer sei eine „gesicherte Prognose zu seiner gesundheitlichen Situation nicht möglich“, teilte die Partei am Donnerstag in Berlin mit. In einer von der Parteizentrale verbreiteten Erklärung seiner Familie heißt es, Trabert befinde sich derzeit in Reha. Die Behandlung gestalte sich kompliziert.
Die zurückliegenden Monate seien für die Angehörigen eine „enorm schwierige Zeit mit sehr viel Unklarheit und einem ständigen Hoffen und Bangen“ gewesen, heißt es in dem Schreiben weiter. „Fest steht, dass er nach wie vor nicht zur Verfügung steht. Wir hoffen auf das Verständnis aller, dass in der aktuellen Situation die Genesung unseres Vaters an allererster Stelle steht – dafür benötigt er Zeit und Ruhe.“
Gemeinsam mit Bundestagsgremien und der Partei stehe die Familie im Austausch über das weitere Vorgehen. Ein Verzicht auf das Bundestagsmandat könne nicht stellvertretend durch die Angehörigen erklärt werden.