“Kraftvolle Investition in den Kulturstandort Deutschland”: Die Ministerpräsidenten und der Bundeskanzler haben ein Abkommen zur Finanzierung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unterzeichnet. 2026 tritt es in Kraft.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bekommt ab dem kommenden Jahr mehr Geld von Bund und Ländern. Die Regierungschefs der Länder haben dazu am Mittwoch gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin ein Finanzierungsabkommen unterzeichnet, wie die sächsische Staatskanzlei mitteilte. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) ist derzeit der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.
Das Abkommen tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft. Danach werden Bund und Länder vom kommenden Jahr an jährlich einen Sockelbetrag in Höhe von knapp 135 Millionen Euro zur Finanzierung der größten deutschen Kultureinrichtung beitragen. Das sind zwölf Millionen Euro mehr als bisher. Die Länder tragen ein Viertel dieser Kosten, der Bund übernimmt drei Viertel.
Der über den Sockelbetrag hinausgehende jährliche Finanzbedarf der Stiftung wird vom Bund zu 75 Prozent und dem Land Berlin zu 25 Prozent getragen. Der Bund übernimmt allein die Kosten für notwendige Neubau- und Sanierungsmaßnahmen. Bund und Länder hatten sich Ende des vergangenen Jahres auf das neue Abkommen geeinigt.
Kanzler Scholz sagte dazu: “Das neue Abkommen zur Finanzierung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist eine kraftvolle Investition in den Kulturstandort Deutschland. Gemeinsam bekennen sich Bund und Länder damit zur größten Kultureinrichtung unseres Landes.” Die außergewöhnlichen Kunstschätze könnten so künftig noch besser zur Geltung kommen. Zugleich gebe das neue Abkommen den rund 2.000 Beschäftigten der Stiftung den politischen Rückhalt, um dieses “kulturelle Flaggschiff” erfolgreich zu neuen Ufern zu navigieren.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist mit ihren 25 Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten und rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bundesweit die größte Kultureinrichtung und eine der bedeutendsten weltweit. Der Bund und alle 16 Bundesländer tragen und finanzieren sie gemeinschaftlich. Die Sammlungen haben universalen Charakter und dokumentieren die kulturelle Entwicklung der Menschheit von den Anfängen bis in die Gegenwart.