Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern fordert den Erhalt des Bundesentwicklungsministeriums. Es appelliere an die CDU- und SPD-Bundestagsabgeordneten aus MV, sich für den Erhalt einzusetzen, teilte das Netzwerk am Sonntag in Rostock mit. Das Ministerium sei „eine sinnvolle Struktur, um die Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland zu koordinieren“, erklärte Andrea Krönert, Geschäftsführerin des Eine-Welt-Landesnetzwerks MV. Durch eine Abschaffung „würde die Entwicklungszusammenarbeit langfristig geschwächt“. Das wäre nach Krönerts Worten „fatal für den Kampf gegen globale Ungerechtigkeit“.
Die Union plädiert in den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD für eine Integration des Bundesentwicklungsministeriums ins Auswärtige Amt. Die SPD – die derzeit auch die geschäftsführende Entwicklungsministerin Svenja Schulze stellt – hält an dem Ministerium fest. Strittig ist auch die zukünftige Höhe der Ausgaben für Hilfsprojekte im Ausland.
„Als eine der größten Industrienationen der Welt tragen wir einerseits eine politische Mitverantwortung für globale Gerechtigkeit – andererseits ist eine gerechtere Welt aber auch unser ureigenstes Interesse“, erklärte Krönert.