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Bundesweit einmaliges Geschichtsprojekt in Stuttgart

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten gestalten gemeinsam mit dem Stadtarchiv ein umfangreiches Geschichtsprojekt unter dem Titel „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg – Alltag und Kriegspropaganda“. Die Grundlage dafür bilde die aus 58 Filmen bestehende sogenannte Kriegsfilmchronik des Stadtarchivs aus dem Zweiten Weltkrieg, teilte die Medienholding Süd GmbH am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Chronik sei in der Form bundesweit einmalig.

Die Filme wurden laut Mitteilung in den Jahren 1941 bis 1944 im Auftrag der Stadtverwaltung erstellt und vom Stadtarchiv digitalisiert. Sie dokumentieren die Tätigkeit der Stadtverwaltung im Zweiten Weltkrieg. In einer 14-teiligen Serie präsentieren die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten dieses zu Propagandazwecken gedrehte und im Internet bisher unveröffentlichte Filmmaterial.

Wie es weiter hieß, ordnen Experten aus dem Stadtarchiv das Material im Gespräch mit der Redaktion ein und kommentieren die einzelnen Serienteile. Die Filme thematisieren demnach den Bau von Luftschutzbunkern, die Mangelwirtschaft, eine sogenannte Sonderverkaufsstelle für Juden, eine Kriegsferntrauung, Lager von Kriegsgefangenen oder eine Verwundetenfeier im ehemaligen Stadtgarten. Die Filme werden bis Anfang Juni im Wochenrhythmus im Digitalangebot der beiden Zeitungen sowie im E-Paper veröffentlicht. (0680/26.03.2025)