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Umfrage: Neun von zehn Deutschen für Erhalt der Demokratie

Neun von zehn Bundesbürgern (91 Prozent) wünschen sich, dass Deutschland auch in Zukunft eine Demokratie bleibt. Lediglich vier Prozent wollen dies nicht und fünf Prozent sind unentschieden, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) ergab. Vier von fünf Befragten halten die Demokratie demnach für die beste Staatsform, um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Zwölf Prozent glauben dies nicht, neun Prozent sind in dieser Frage unentschieden.

Knapp die Hälfte der volljährigen Deutschen hat der Umfrage zufolge vor, sich in Zukunft stärker als bisher für die Demokratie zu engagieren: 46 Prozent der Teilnehmer bejahten eine entsprechende Frage. Knapp ein Drittel (29 Prozent) hat das nicht vor, ein Viertel ist unentschieden.

Civey befragte von Mittwoch bis Freitag vergangener Woche online rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren. Aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen sind die Ergebnisse repräsentativ, der statistische Fehler beträgt 2,5 Prozentpunkte.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hob die Bedeutung demokratischer Auseinandersetzungen hervor und mahnte alle demokratischen Parteien, immer wieder für die Demokratie zu werben und Bestrebungen zu deren Unterwanderung zurückzuweisen. „Erst der demokratische Diskurs, der Austausch unterschiedlicher Meinungen und Interessen, macht es möglich, dass gute, tragfähige Kompromisse entstehen“, sagte sie den Funke-Zeitungen. „Das geht aber nur, wenn wir uns mit Respekt begegnen.“ Unterschiede und Widerspruch müssten ertragen werden.