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Trauerstaatsakt für Bernhard Vogel in Mainzer Staatskanzlei

Heute erinnern Rheinland-Pfalz und Thüringen an Bernhard Vogel, der Ministerpräsident in den beiden Bundesländern war. Der am 2. März gestorbene Politiker wurde zuvor in einem Requiem im Speyerer Dom gewürdigt.

Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Thüringen verabschieden sich von ihrem früheren Ministerpräsidenten Bernhard Vogel. Der Trauerstaatsakt in der Mainzer Staatskanzlei beginnt heute (Mittwoch) um 11.00 Uhr und wird im SWR-Fernsehen live übertragen. Neben dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) wollen der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sowie als Freunde und Wegbegleiter Christian Baldauf und Dieter Althaus sprechen. Vogel starb am 2. März in Speyer im Alter von 92 Jahren.

Bereits am Freitag hatte das Bistum Speyer Vogel in einem Trauergottesdienst gewürdigt. Bischof Karl-Heinz Wiesemann sagte im Dom, Vogels politisches Leben sei “durch einen unerschütterlich verfolgten, christlichen Wertekompass” geleitet gewesen. Sein Mut, Menschenrechtsverletzungen deutlich zu benennen, habe ihm parteiübergreifend Achtung eingebracht. Vogel gehöre “in die große Reihe christlicher Politiker, die aus den traumatischen Erfahrungen der Nazi-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges heraus ein anderes Deutschland und Europa aufbauen wollten.”

Am 4. April soll im Erfurter Dom ein Requiem für Vogel stattfinden. Dieser Gottesdienst wird von Bischof Ulrich Neymeyr geleitet.

Vogel war der einzige deutsche Politiker, der Ministerpräsident in zwei Bundesländern war: von 1976 bis 1988 in Rheinland-Pfalz und von 1992 bis 2003 in Thüringen. Mehr als vier Jahrzehnte gehörte der Bruder des früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel (1926-2020) dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) an; von 1972 bis 1976 leitete er es als Präsident.