Die Zukunft des Liebhabertheaters Schloss Kochberg in Thüringen ist bis Ende 2026 gesichert. Wie dem Evangelischen Pressedienst (epd) aus Verhandlungskreisen der CDU-Landtagsfraktion mitgeteilt wurde, sollen dem Trägerverein nochmals Haushaltsmittel in Höhe von 250.000 Euro für den Spielbetrieb im kommenden Jahr bewilligt werden. Auf eine dauerhafte Finanzierung des Spielbetriebs habe sich der Landtag hingegen nicht verständigen können.
Die damalige rot-rot-grüne Landesregierung hatte in ihrem Haushaltsentwurf für 2025 das Haus im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt nicht mehr berücksichtigt. Die Übernahme der Schirmherrschaft für diese Spielzeit durch den neuen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) war jedoch als Signal gewertet worden, dass das Theater weiter unterstützt werden soll. Der Haushalt 2025 steht am Donnerstag und Freitag im Landtag auf der Tagesordnung.
Die Theatervorstellungen sind nach Angaben des Trägervereins mit etwa 5.000 Gästen jährlich nahezu ausverkauft. Die Gäste kämen aus ganz Deutschland und darüber hinaus, hieß es. Auch aufgrund der Kapazitäten von nur 70 Plätzen sei das Theater jedoch nicht kostendeckend nur über Ticketeinnahmen zu betreiben. Das Haus ist für seine Opern-Inszenierungen gemäß der historischen Aufführungspraxis aus der Entstehungszeit des Theaters bekannt.
Das Liebhabertheater Schloss Kochberg wurde um 1800 gebaut. Eigentümerin ist die Klassik Stiftung Weimar, die das Theater jedoch nicht selbst bespielen darf. 2004 hat dies daher ein Trägerverein übernommen und das Haus so vor der Schließung bewahrt.