Artikel teilen:

Studie untersucht Nachhaltigkeitsprojekte in Kommunen

Das Wuppertal Institut hat kommunale Projekte für mehr Nachhaltigkeit wie etwa einen kostenfreien ÖPNV oder eine Verpackungssteuer genauer unter die Lupe genommen. Eine Kurzstudie im Auftrag des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) stelle 14 positive Beispiele für gelingende Transformationsprozesse vor, teilten das Wuppertal Institut und der Rat am Donnerstag mit. Angesichts mangelnder finanzieller Spielräume seien solche Projekte oft herausfordernd für Kommunen, hieß es. Aber mit den passenden politischen Maßnahmen, Unterstützung durch die Bundespolitik und dem nötigen Gestaltungswillen seien sie durchaus umsetzbar und übertragbar.

„Ein nachhaltiger, zukunftsfähiger Umbau von Städten und Gemeinden erfordert visionäre politische Konzepte vor Ort, aber auch konkrete finanzielle Unterstützung“, erläuterte Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Außerdem seien die Einbindung lokaler Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern notwendig, um eine hohe Akzeptanz der Projekte zu erreichen.

Zu den vorgestellten Projekten gehören unter anderem die kommunale Verpackungssteuer auf nicht wiederverwendbare Verpackungen in Tübingen oder der „Reparaturbonus“, bei dem die Reparatur von privat genutzten defekten Elektronikgeräten in mehreren Bundesländern finanziell bezuschusst wird. Auch die „Bibliothek der Dinge“ in Wuppertal, die neben Büchern Alltagsgegenstände wie eine Sofortbildkamera, Backformen, ein Waveboard oder verschiedene Küchengeräte zur Ausleihe anbietet, wird in der Studie analysiert. Weitere Beispiele sind verteuertes Anwohnerparken oder eine Autostilllegungsprämie.