Die Sozialstiftung NRW fördert zwei Modellprojekte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Höhe von insgesamt rund 620.000 Euro. Die Förderbescheide wurden am Freitag in Bielefeld übergeben, wie die Sozialstiftung mitteilte. Gefördert werden damit die Modellprojekte „Bethel.regional Erprobt Assistive Technologien“ (BEAT) und „Beschäftigung im Sozialraum inklusiv“ (BiSi).
Das Projekt „Beschäftigung im Sozialraum inklusiv“ erhielt die Fördersumme von 445.500 Euro. Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen werde der Zugang zu Beschäftigungsangeboten erleichtert, würdigte der Stiftungsratsvorsitzende der Sozialstiftung, Marco Schmitz (SPD). Sie erhielten die Möglichkeit, einer ihnen entsprechenden Tätigkeit nachzugehen. Hierdurch könnten sie ihren Tagesablauf sinnvoll strukturieren.
Das mit 175.000 Euro geförderte Projekt „Bethel.regional Erprobt Assistive Technologien“ soll Menschen mit Behinderungen das Wohnen erleichtern. In dem Projekt soll eine neue assistive Technik in einer Wohneinrichtung in Bielefeld für Menschen mit Beeinträchtigungen erprobt und anschließend in die Pflege- und Betreuungsstruktur integriert werden. Damit solle gezeigt werden, wie der Einsatz von assistiver Technik einen wertvollen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit einer Beeinträchtigung leisten könne, hieß es.
Das Modellprojekt Bethels mit assistiver Technologie gehört zu einem Verbundvorhaben, das an zehn Standorten in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird. „Mit dem Verbundprojekt setzen wir neue Maßstäbe in der Eingliederungshilfe“, erklärte Schmitz. Insgesamt fördert die Sozialstiftung das Verbundvorhaben mit 2,5 Millionen Euro. Das Modellprojekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.
Die Sozialstiftung Wohlfahrtspflege NRW erhält den Angaben zufolge als Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen jährlich 25 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken des Landes. Damit finanziert die 1974 gegründete Stiftung soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege.