Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat der neuen Präses der westfälischen Landeskirche, Adelheid Ruck-Schröder, zu ihrer Wahl gratuliert. „In Zeiten von Krisen und Wandel sind Adelheid Ruck-Schröders Blick auf den bestehenden Reichtum kirchlichen Lebens sowie ihre Tatkraft, neue Wege zu gehen, eine bedeutende Stärke“, erklärte Fehrs am Samstag in Hannover. Beides brauche die Kirche, ebenso wie Ruck-Schröders Engagement, alle Menschen in den Blick zu nehmen und auf sie zuzugehen.
Der rheinische Präses Thorsten Latzel begrüßte Ruck-Schröder als neue Kollegin. „Als Präses der Schwesterkirche im Rheinland freue ich mich besonders, dass Sie nicht nur mit Westfalen, sondern auch mit dem Rheinland bereits bestens vertraut und biografisch verbunden sind“, schrieb Latzel in seinem Gratulationsschreiben. „Unsere beiden Landeskirchen sind in vielerlei Hinsicht eng verbunden und wir arbeiten in zahlreichen Prozessen in sehr vertrauter Weise gemeinsam an der Zukunft unserer Kirche“, unterstrich der leitende Theologe der zweitgrößten Landeskirche. Ruck-Schröder hatte zehn Jahre lang in Saarbrücken, das zur rheinischen Kirche gehört, als Berufsschullehrerin gearbeitet.
Auch der hannoversche Landesbischof Ralf Meister gratulierte Ruck-Schröder nach ihrer Wahl zur Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie übernehme ihr neues Leitungsamt in einer Zeit, „in der unsere Kirche und unsere Gesellschaft vor tiefgreifenden Herausforderungen stehen“, sagte Meister am Samstag in Hannover. Er schätze Adelheid Ruck-Schröder als eine kluge und erfahrene Theologin, die empathisch und mit Weitblick Veränderungsprozesse moderiere und gestalte.
Ruck-Schröder wurde am Samstag von der westfälischen Landessynode zur leitenden Theologin der viertgrößten deutschen Landeskirche mit 1,9 Millionen Mitgliedern gewählt. Die bisherige Hildesheimer Regionalbischöfin tritt die Nachfolge von Annette Kurschus an, die im November 2023 als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als westfälische Präses zurückgetreten war. Ruck-Schröder soll das Amt am 15. Juni offiziell übernehmen.