Im Streit um den Kampagnenbus „Adenauer SRP+“ des „Zentrums für politische Schönheit“ (ZPS) hat die Senatsinnenverwaltung die vorübergehende Beschlagnahme durch die Polizei gerechtfertigt. Von einer unabhängigen technischen Gutachtenstelle seien erhebliche Mängel an dem Bus festgestellt worden, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus. Der Bus des ZPS war am 9. Februar von der Berliner Polizei wegen angenommener Mängel beschlagnahmt worden.
Weiter teilte die Innenverwaltung mit, die technische Untersuchung ohne vorherige richterliche Entscheidung sei rechtskonform gewesen. Die Mängel seien vom ZPS in einer Werkstatt behoben worden, das finale Gutachten in Schriftform stehe noch aus.
Das ZPS stellte den Sachverhalt in einem Post auf X vom 20. Februar anders dar. Die Künstlergruppe habe lediglich einen Millimeter silberne Folienbeklebung umlaufend entfernen und eine Schlussleuchte austauschen müssen. Das ZPS hatte der Berliner Polizei bereits am 19. Februar in einem Post auf X vorgeworfen, dass sie den Bus beschädigt habe. Dem ZPS sei zugesichert worden, dass der Bus in einer Halle abgestellt werde. Dies sei nicht geschehen. An der Technik auf dem Dach sei dadurch witterungsbedingt ein Schaden von 50.000 Euro entstanden.