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Seit Jahresbeginn ein Viertel weniger irreguläre Einreisen in die EU

Im Vergleich zu 2024 registrierte der EU-Grenzschutz 25 Prozent weniger Migranten ohne gültige Papiere. Der Verkehr über das zentrale Mittelmeer nimmt zu. Schlepper verlangen horrende Preise.

Die Zahl irregulärer Einreisen in die Europäische Union ist im Januar und Februar um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 25.000 zurückgegangen. Das teilte die EU-Grenzschutzbehörde Frontex am Freitag in Warschau mit. Demnach kamen die meisten Migranten ohne gültige Eineisepapiere weiterhin auf der Westafrika-Route über die Kanarischen Inseln in die EU. Dort waren es 7.200, das sind 40 Prozent weniger als in den ersten beiden Monaten 2024.

Die zentrale Mittelmeerroute nach Italien und Malta verzeichnete einen Anstieg um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf fast 6.900. Damit war sie die zweitwichtigste Migrationsroute in die EU. Bei den aufgegriffenen Migranten handelte es sich hauptsächlich um Personen aus Bangladesch, Pakistan und Syrien.

Laut der EU-Behörde ist Libyen ist nach wie vor der wichtigste Ausgangspunkt auf dieser Route. Die Menschenschmuggler nutzten zunehmend leistungsstarke Schnellboote, um den Grenzschutz zu umgehen. Die Kosten für eine Überfahrt reichten von 5.000 bis 8.000 Euro pro Person.

Der Weg über das Meer bleibe für Migranten lebensgefährlich, so Frontex. Die Grenzschutzagentur verwies auf eine Statistik der UN-Organisation für Migration IOM, der zufolge allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 248 Menschen auf See starben. Im gesamten vergangenen Jahr verloren 2.300 Migranten bei der Überfahrt ihr Leben.