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Schriftstellerin Regula Venske leitet Deutschen Literaturfonds

Wer Literatur schafft, braucht Freiheiten – auch in Form von Zeit und Geld. Der Deutsche Literaturfonds unterstützt Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit Stipendien und Preisen. Jetzt hat er eine neue Leitung.

Die Schriftstellerin Regula Venske (69) ist neue Chefin des Deutschen Literaturfonds. Sie übernimmt die Aufgabe als geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Susanne Fischer, die den Fonds seit 2021 leitete, wie der Deutsche Literaturfonds am Dienstag in Darmstadt mitteilte. Als neues Mitglied wurde Anke Buettner, Leiterin der Monacensia-Bibliothek in München, in den Vorstand des Deutschen Literaturfonds gewählt.

Der 1980 gegründete Deutsche Literaturfonds ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der deutschsprachigen Literatur. Er vergibt unter anderem Stipendien an Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Jährlich verleiht er den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds (bis 2019: Kranichsteiner Literaturpreis). Daneben vergibt er ein New-York-Stipendium und ein London-Stipendium, verleiht einen Förderpreis und den Paul-Celan-Preis für literarische Übersetzungen.

Venske lebt als freie Schriftstellerin in Hamburg. Ihr Werk, für das sie unter anderem mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Deutschen Krimipreis, dem Hamburger Literaturpreis und dem Lessing-Stipendium des Hamburger Senats ausgezeichnet wurde, umfasst Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten, Essays, Sprachexperimentelles und ungezählte Beiträge für Rundfunk und Printmedien. Venske war von 2017 bis 2021 Präsidentin des deutschen PEN, dessen Generalsekretärin sie von 2013 bis 2017 war. Seit Oktober 2015 gehörte sie dem Board des internationalen PEN an und wurde im Herbst 2022 zur International Secretary gewählt. Im Herbst 2023 trat Regula Venske von diesem Amt zurück.