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Projekt will Abbrüche in der Pflegeausbildung verringern

Die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hat das Projekt „Bleib dran an der Pflege“ ein Jahr nach seinem Start als Erfolg bezeichnet. Angesichts des Fachkräftemangels werde jede ausgebildete Fachkraft in der Pflege benötigt, sagte sie am Mittwoch. Ziel des Projektes sei, Auszubildende durch Beratung so zu unterstützen, dass sie ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft trotz Problemen nicht abbrechen. Die Abbrecherquote in der Pflege liege derzeit bei 30 Prozent – mit steigender Tendenz. Bernhard kündigte an, dass sie sich für eine Verstetigung des Projekts einsetzen wolle.

Laut der Projektleiterin Anke Schmidt sind die Gründe für einen Ausbildungsabbruch vielfältig: Von den 86 Azubis, die sie im vergangenen beraten habe, seien zwei Drittel aus dem Ausland gekommen. Zu den häufigsten Beratungsthemen zählten bezahlbares Wohnen, Behördenangelegenheiten, Finanzprobleme, familiäre Probleme und der Einstieg in den Praxisalltag. Jährlich beginnen im Land Bremen rund 580 Männer und Frauen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft.