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Oldenburgische Kirche will Leitungsämter mit Angestellten besetzen

Der Leitung der oldenburgischen Kirche sollen künftig ein Oberkirchenrat für juristische und ein Oberkirchenrat für finanzielle Belange im Angestelltenverhältnis angehören. Auf einer außerordentlichen Synode beschlossen die Delegierten am Sonnabend in Oldenburg, mit einer alten Tradition zu brechen. Bisher wurden alle hauptamtlichen Oberkirchenräte in ein Beamtenverhältnis berufen.

Vor zwei Jahren hatte die Synode erstmals zwei nebenamtliche Oberkirchenräte für die Bereiche Recht und Finanzen für einen Erprobungszeitraum gewählt. Dies habe sich angesichts der komplexen Aufgaben bewährt, sagte Synodenpräsidentin Sabine Blütchen. Mit der Abkehr vom Kirchenbeamtentum folge die oldenburgische Kirche der neuen Praxis in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), nichttheologische leitende Positionen nicht mehr mit Beamten zu besetzen. Zur oldenburgischen Kirche zählen 107 Gemeinden zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und den Dammer Bergen. Ihr gehören knapp 349.600 Mitglieder an.