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Naturschützer rufen wieder bundesweit zum Hummel-Zählen auf

Mit dem Frühjahr summen und brummen auch Insekten wieder vermehrt umher. Naturschützer rufen dazu auf, die pelzigen Hummeln zu zählen und zu melden. Vergangenes Jahr brachte dies einen besonderen Erfolg mit sich.

Zwischen dem 20. März und dem 9. April 2025 sind die Deutschen bundesweit wieder zum Zählen von Hummeln aufgerufen. Diese “Hummel-Challenge” habe im vergangenen Jahr sogar eine neue Art in Deutschland nachgewiesen, teilten die Verantwortlichen, das Thünen-Institut in Braunschweig und der BUND Naturschutz Bayern, am Mittwoch mit. Die Aktion findet den Angaben zufolge jährlich im Frühjahr und im Sommer statt.

“Beobachtungen der Königinnen geben uns Hinweise darauf, wie sich das Hummel-Jahr entwickeln könnte”, erklärte die BUND-Projektverantwortliche Martina Gehret. Diese würden nun mit den steigenden Temperaturen aktiv. “Jetzt im Frühjahr sind die Königinnen vielen Herausforderungen ausgesetzt, zum Beispiel fehlende Nahrung, Spätfrost oder langanhaltender Regen wie im letzten Jahr.” Hummeln zählten zu den wichtigsten Bestäubern für Landwirtschaft und viele Wildpflanzen. Die Fotos aus der Hummel-Challenge lieferten wichtige Daten für die Forschung.

Mitmachen könne jeder über die kostenlose App ObsIdentify, so die Mitteilung weiter. Darüber könne man Fotos von Hummeln in der Natur hochladen. Man brauche aber keine weiteren Kenntnisse: Eine KI bestimme die Hummeln anhand der hochgeladenen Fotos. Zusätzlich überprüften Hummel-Experten die Meldungen. Die beste Chance, unterschiedliche Arten zu entdecken, gebe es da, wo viele verschiedene Blütenpflanzen wüchsen. Die Fotos sollten die Hummel vollständig zeigen und scharf sein.

Auch die Pflanze, auf der sie sitzt, sollte man im Idealfall erkennen können, heißt es weiter. Hilfreich seien Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Am einfachsten könne man die Tierchen ablichten, wenn sie in einer Pflanze Nektar tränken.