Wenn nachts plötzlich stundenlang die Glocken läuten, und gleichzeitig ein sonderbares Lichtphänomen am Himmel zu sehen ist, mag das schon irritieren. So geschehen in der Nacht zum Mittwoch in Wuppertal.
Ein irritierendes Phänomen hat Wuppertalern in der Nacht zum Mittwoch den Schlaf geraubt: Wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” am Mittwoch berichtete, haben in der Nacht stundenlang die Glocken geläutet – und das gleich an mehreren Orten.
Nach Auskunft der Wuppertaler Polizei begannen die Glocken der Kapelle auf dem evangelischen Friedhof an der Kohlenstraße in Wuppertal-Langerfeld um kurz nach 1 Uhr zu bimmeln. Da der Küster nicht mehr erreichbar gewesen sei, habe das Ordnungsamt den Schlüsseldienst gerufen und die Glockenanlage selbst abgeschaltet.
Wie die Zeitung berichtet, läuteten zwei Stunden später dann die Glocken auf dem evangelischen Friedhof im Stadtteil Unterbarmen. Weil das Ordnungsamt nicht mehr im Einsatz gewesen sei, sei die Polizei selbst aktiv geworden. Der verständigte Küster habe die Glockanlage ausgeschaltet. Laut dem Medienbericht sieht die Polizei in beiden Kapellen keine Hinweise auf unbefugtes Eindringen. Stattdessen vermute man einen technischen Defekt. Der könne mit einem Stromausfall in der Gegend am frühen Abend zusammenhängen.
Zudem habe ein parallel auftretendes Himmelsphänomen für zusätzliche Verunsicherung bei einigen Menschen gesorgt, wie ein Polizeisprecher der Zeitung bestätigte. Eine Raketenstufe, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte, hätte einen in weiten Teilen Deutschlands sichtbaren Lichtschweif hervorgerufen.