Der Briefwechsel zwischen den jüdischen Schriftstellern Paul Celan (1920-1970) und Ilana Shmueli (1924-2011) steht im Mittelpunkt einer Lesung im Jüdischen Museum Augsburg. Beleuchtet werde dabei die Wiederbegegnung der beiden Jugendfreunde nach der Shoa, teilte das Jüdische Museum mit. Die musikalische Lesung trägt den Titel „Sag, dass Jerusalem ist“ und findet an diesem Donnerstag (27. Februar) um 18.30 Uhr statt.
Paul Celan und Ilana Shmueli wuchsen den Angaben zufolge zusammen im osteuropäischen Czernowitz auf. Während des Zweiten Weltkrieges wanderte Shmueli nach Palästina aus und erlebte die Gründung des Staates Israel mit. Celan hingegen blieb in Europa, seine Eltern starben im KZ. Der Briefwechsel zwischen den beiden gehöre zu den bedeutendsten der gesamten Celan-Korrespondenz, heißt es weiter. Shmueli hielt nach Celans Tod außerdem ihre Erinnerungen fest, „die die Vielschichtigkeit des Dichters erhellen“.