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Mahnwache nach Brandanschlag auf Oldenburger Synagoge geplant

Zum Jahrestag des Brandanschlags auf die Oldenburger Synagoge hat ein Bürgerbündnis zu einer Mahnwache am 28. März aufgerufen. „Es darf nicht sein, dass in unserer Stadt ein Gotteshaus angegriffen wird, sei es eine Synagoge, eine Moschee oder eine Kirche“, sagte der Mitorganisator und evangelische Kreispfarrer Torsten Maes am Mittwoch. Pfarrer Michael Bohne vom katholischen Dekanat in der Stadt ergänzte: „Gemeinsam wenden wir uns gegen jede Form des Antisemitismus in unserer Gesellschaft.“

Die „stille Mahnwache für Menschlichkeit und Toleranz“ am Mahnmal für die alte Synagoge an der Peterstraße beginnt um 19.30 Uhr. Der Aufruf ist unterzeichnet vom Arbeitskreis Religionen Oldenburg, dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Oldenburg Stadt, dem katholischen Dekanat Oldenburg und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Am 5. April vergangenen Jahres war ein Brandsatz gegen die massive Tür des jüdischen Gebetshauses in der Leo-Trepp-Straße geworfen worden. Das Feuer konnte von einem Hausmeisterteam eines benachbarten Gebäudes schnell gelöscht werden und richtete nur leichten Schaden an. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat inzwischen einen tatverdächtigen Mann festgenommen.

Der Anschlag hatte für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Nach dem Täter wurde unter anderem über die TV-Serie „Aktenzeichen XY … Ungelöst“ gefahndet. Da der mutmaßliche Täter psychisch krank sein könnte, hat die Staatsanwaltschaft ein Sicherungsverfahren beim Landgericht Oldenburg eingereicht, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit.