Nach dem Attentat auf Ex-US-Präsident Donald Trump sagen viele, er werde von seinen Anhängern jetzt als Märtyrer angesehen. Aber was ist eigentlich ein Märtyrer?
Ein Märtyrer (altgriechisch für “Zeuge”) ist jemand, der seinen Glauben bezeugt und dafür verfolgt oder gar getötet wird. Die frühen Christen legten Zeugnis von Jesus Christus ab, zunächst durch Worte. In der Mitte des zweiten Jahrhunderts, als Christen wegen ihrer Zeugenschaft im Römischen Reich verfolgt wurden, wurde der Begriff Märtyrer genauer gefasst und auch als Blutzeuge bezeichnet. Alle wegen ihres Glaubens hingerichteten Christen hießen nun Märtyrer.
Der erste Märtyrer der Christenheit war der Diakon Stephanus, der laut Legende für seine Treue zu Jesus gesteinigt wurde. Er hat darum im Heiligenkalender einen bevorzugten Platz, den 26. Dezember, gleich nach dem Geburtsfest Jesu. Auch im Judentum, im Islam und in anderen Religionen ist von Märtyrern die Rede, wenn es um Glaubens- und Blutzeugen geht.