Wie Textilkunst und neuzeitliches Programmieren zusammengeht, beweist Gloria Sogl auf moderne Art und Weise in ihren Werken. Für ihr Schaffen wird die Künstlerin nun von der Ritter-Stiftung ausgezeichnet.
Die Künstlerin Gloria Sogl erhält den Kulturpreis der Dr.-Franz-und-Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst 2025. Das gab die Stiftung am Sonntag in Straubing bekannt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro sowie mit einer Einzelausstellung verbunden. Die Verleihung findet den Angaben zufolge am 27. Juni statt. Die Arbeiten der Preisträgerin werden vom 28. Juni bis 3. August im Weytterturm Straubing präsentiert.
Die 1994 in München geborene und im niederbayerischen Wegscheid aufgewachsene Sogl hole mit ihrer Kunst einen Bereich wieder aus der Nische, der zuletzt als eher unmodern eingestuft worden sei, heißt es in der Begründung. “Dass Sogl das traditionelle Handwerk des Webens nun mit neuen Medien aufgreift und komplett anders umsetzt, ist bemerkenswert und außergewöhnlich.” Die Beziehungen zwischen Textil und Text, Weben und Programmieren, die in ihren Arbeiten deutlich würden, verknüpften sich zu einer vollkommen neuen “Webart/web.Art”. Traditionelles Handwerk und KI-basierte Bildergebnisse ergänzten sich so zu einem neuen Ganzen, befand die Jury.
Sogl studierte von 2016 bis 2022 Kunsterziehung an der Akademie der Bildenen Künste Nürnberg. Von 2020 bis 2025 folgte ein Studium der Bildhauerei, Keramik und Glas an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie gewann für ihre Werke bereits mehrere Preise. Seit 2025 arbeitet Sogl als freiberufliche Künstlerin und Kunstvermittlerin in München und Nürnberg.
Der Kulturpreis für Bildende Kunst ist nach eigenen Angaben das Hauptprojekt der Ritter-Stiftung. Diese fördert gemäß ihrer Satzung Malerei und sonstige Bildende Künste in der Stadt Straubing und im Raum Niederbayern. Aus allen Bewerbungen wähle die Jury, bestehend aus je einem Vertreter von der Gemeinschaft bildender Künstler Straubing, des Berufsverbands Bildender Künstler Niederbayern und der Stadt Straubing, den Preisträger beziehungsweise die Preisträgerin aus.