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Kühnbaum-Schmidt: Kirche steht für Demokratie und Menschenrechte

Die Landesbischöfin der evangelischen Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages am (morgigen) 27. Januar zum Widerstand gegen jede Form von Hass und Gewalt aufgerufen. “80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz erleben wir, dass der Antisemitismus in Deutschland wieder wächst und antisemitische Gewalttaten zunehmen”, sagte Kühnbaum-Schmidt laut Mitteiltung der Nordkirche am Sonntag. Es bleibe ständige Aufgabe von Kirche, für Demokratie und Menschenrechte einzutreten.

Die Landesbischöfin rief dazu auf, aus der Erinnerung an die NS-Verbrechen Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Kirche und Christen hätten die Aufgabe, Kinder und Kindeskinder wissen zu lassen, was damals geschah. “Damit sie wie wir wissen, wohin Hass, Ausgrenzung und falsche Überlegenheitsgefühle geführt haben und führen können”, erklärte Kühnbaum-Schmidt.

Die Landesbischöfin wird am Montag in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Brandenburg an einer Lesung für die Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen. Das Konzentrationslager Ravensbrück war in der NS-Zeit das größte Lager für Frauen. Bis 1945 waren dort etwa 120.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.200 Jugendliche aus über 30 Nationen, darunter Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma untergebracht. Zehntausende starben an Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten oder wurden ermordet.