Die Menschen im Gazastreifen brauchen dringend Hilfe. Was sie laut den Oberhäuptern der Kirchen in Jerusalem nicht brauchen, sind dagegen Zwangsumsiedlungen.
Die Patriarchen und Kirchenführer in Jerusalem haben vor einer ernsten Gefahr einer Massenvertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen gewarnt. Dies wäre eine “Ungerechtigkeit, die die Menschenwürde zutiefst verletzt”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Freitagabend. Die seit Generationen im Land ihrer Vorfahren lebenden Menschen dürften nicht ins Exil gezwungen werden.
Die Kirchen schlossen sich der Position des jordanischen Königs Abdullah II. und des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi an, dass jeder Versuch der Vertreibung der Bevölkerung von ihrem Land klar und deutlich zurückgewiesen werden müsse. Zuletzt hatten Pläne von US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen gesorgt, der aus den zerstörten Gebieten im Gazastreifen eine “Riviera des Nahen Ostens” machen und dafür die Bevölkerung umsiedeln wollte.