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Julia Klöckner zur neuen Bundestagspräsidentin gewählt

Sie ist die vierte Frau im Amt: Julia Klöckner von der CDU ist die neue Präsidentin des Bundestags. Damit hat sie nun laut Protokoll das zweithöchste Amt im Staat inne.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner ist neue Bundestagspräsidentin. Sie wurde am Dienstag in der ersten Sitzung des neuen Bundestags mit einfacher Mehrheit gewählt. Klöckner ist nach Annemarie Renger und Rita Süssmuth sowie ihrer unmittelbaren Amtsvorgängerin Bärbel Bas die vierte Frau, die das zweithöchste Amt im Staat bekleidet. Traditionell stellt die stärkste Fraktion den Präsidenten oder die Präsidentin des Parlaments. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar hatten CDU und CSU zusammen die meisten Stimmen geholt. Sie bilden gemeinsam die Unionsfraktion.

Klöckner wurde im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach geboren. Die 52-Jährige war von 2018 bis 2021 Bundeslandwirtschaftsministerin unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Von 2002 bis 2011 war Klöckner schon einmal Mitglied des Bundestags, seit 2021 ist sie es wieder, zuletzt war sie wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. Von 2022 an war Klöckner zudem Bundesschatzmeisterin der CDU. Dieses Amt hat sie nun mit Blick auf ihre neue Aufgabe niedergelegt.

In ihrer Heimat musste Klöckner auch schon politische Niederlagen verkraften: Zwei Mal scheiterte sie als Spitzenkandidatin der CDU für das Amt der Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz. Klöckner war von 2010 bis 2022 Landesvorsitzende der Partei und von 2011 bis 2018 Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag.