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Hilfswerk macht auf Leid von Kindern in der Ukraine aufmerksam

Anlässlich des dritten Jahrestags des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar macht Teere des Hommes auf das Leid von Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Hunderttausende Kinder würden durch dauerhaften Stress und enorme Belastungen traumatisiert, teilte das Hilfswerk am Mittwoch in Osnabrück mit.

Drei Jahre nach Beginn des Krieges bleibe die soziale und humanitäre Lage katastrophal, hieß es. Kinder, Jugendliche und Erwachsene litten unter permanenten russischen Angriffen, Bombardierungen, Zerstörung, Angst und Tod. Die Flucht vor Angriffen, Hunger und Terror prägten noch immer den Alltag vieler Familien.

Terre des Hommes hat den Angaben zufolge in den vergangenen drei Jahren insgesamt 78 Projekte in der Ukraine sowie für Geflüchtete in Deutschland und anderen Nachbarländern mit 22,5 Millionen Euro unterstützt. Ein Schwerpunkt sei die psychosoziale Hilfe für kriegsbetroffene Kinder und ihre Familien, sagte Vorstandssprecher Joshua Hofert. Therapeuten arbeiteten mit Kindern, die durch die Bombardements stark verängstigt seien, nahe Angehörige verloren hätten oder sich um Angehörige an der Front sorgten.

Hofert machte zudem darauf aufmerksam, dass nach ukrainischen Behördenangaben nahezu 20.000 Kinder nach Russland verschleppt worden seien. Bislang seien nur 388 von ihnen zurückgeführt worden. Gerade sie benötigten besondere psychologische Unterstützung, um ihre gewaltsamen Erlebnisse aus den Umerziehungslagern zu bewältigen, sagte er. Hinzu käme direkte humanitäre Hilfe, etwa in Form von Lebensmitteln und Medikamenten.