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Frankfurter Städel Museum zeigt Annegret Soltau-Retrospektive ab Mai

Das Städel Museum in Frankfurt am Main zeigt mit „Unzensiert“ vom 8. Mai an bis zum 17. August eine Retrospektive zu Annegret Soltau, die gemeinsam mit der Künstlerin entwickelt wurde. In mehr als fünf Jahrzehnten habe sich die 1946 geborene Künstlerin mit ihrer „eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache allen Widerständen zum Trotz als unverzichtbare Stimme der Gegenwartskunst etabliert“, teilte das Museum am Dienstag mit. Mit mehr als 80 Werken gebe die Ausstellung einen umfassenden Einblick in Soltaus Gesamtwerk, von Zeichnungen über erweiterte Fotografie und Videokunst bis hin zu Installationen. Darunter seien auch bisher unveröffentlichte Arbeiten.

„Feminismus, Körperpolitik und die Herausforderung der menschlichen und weiblichen Identität sind zentrale Themen in Soltaus Werk“, heißt es. In ihren Selbstporträts hinterfrage die Künstlerin Rollenbilder von Frauen und beleuchte gesellschaftliche Normen, indem sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände sichtbar mache. „Soltaus Werke waren immer wieder der öffentlichen Zensur ausgesetzt, ihre Darstellungen wichen von etablierten ästhetischen Konventionen ab und wurden als provokant empfunden“, so das Museum. Die Ausstellung sei eine „längst überfällige Würdigung dieser großen Feministin und Künstlerin“.