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Evangelische Kirche baut Tagungshaus in Frankfurt aus

Der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach (ERV) saniert das Spenerhaus am Rande der Altstadt von Frankfurt am Main. Das Tagungszentrum in der Dominikanergasse neben der Heiliggeistkirche werde seit Februar für rund 17 Millionen Euro um- und ausgebaut, wie der ERV am Dienstag mitteilte. „Es war und ist kein einfaches Bauvorhaben“, sagte Thomas Speck, der Kaufmännische Geschäftsführer des ERV.

Um nachhaltig zu bauen, sehe die Planung ein behutsames Eingreifen in den Baubestand vor, heißt es in der Mitteilung. Vom Rohbau aus dem Jahr 1978 solle so viel wie möglich erhalten bleiben. Ein Neubau müsse 100 Jahre stehen, „bis der Energieverlust durch den Abriss ausgeglichen ist“, sagte der Architekt Gerhard Greiner vom Kasseler Büro HHS Architekten. Die größte Ersparnis an CO2 sei mit dem weitgehenden Erhalt der Bausubstanz einhergegangen. Zudem werde das Gebäude mit dem nachwachsenden Baustoff Holz aufgestockt. Geheizt werden solle mit Fernwärme, zudem sei eine Photovoltaikanlage eingeplant.

Durch den Umbau des kirchlichen Tagungshauses wird die Bettenkapazität den Angaben zufolge deutlich vergrößert: „Den Gästen stehen künftig 94 Betten in 64 Zimmern zur Verfügung, vorher waren es 34 Zimmer und 42 Betten“, sagt der Leiter der Bauabteilung des ERV, Cornelius Boy. Das Drei-Sterne-Hotel verfügt über drei große Tagungsräume, die unterteilbar sind. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2026 geplant.