Die 500 Millionen Euro teure „Spotlight“-Initiative der EU zur Bekämpfung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat die Situation der Betroffenen laut dem Europäischen Rechnungshof kaum verbessert. Es gebe keine Nachweise dafür, dass die Gewalt in den unterstützten Ländern tatsächlich zurückgegangen sei, bemängelten die Finanzprüferinnen und -prüfer der EU in einem in Luxemburg vorgestellten Sonderbericht.
Bei der 2017 gestarteten Initiative sei zu wenig Geld bei den Betroffenen angekommen, kritisierte der Rechnungshof. Die EU habe das Projekt gemeinsam mit den UN gestartet, obwohl klar gewesen sei, dass eine solche Zusammenarbeit besonders teuer werde. Aufgrund der vielen einbezogenen UN-Organisationen seien rund 145 Millionen Euro - knapp ein Drittel der Gesamtsumme - in die Verwaltungskosten der Vereinten Nationen geflossen.

