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Düsseldorfer Kunstpalast zeigt Elias Sime

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf stellt von Mittwoch an den äthiopischen Künstler Elias Sime in einer Einzelausstellung vor. Unter der Überschrift „Echo“ sind bis 1. Juni 36 großformatige Arbeiten zu sehen, die aus internationalen Museen wie dem New Yorker Metropolitan Museum of Art oder dem Israel Museum in Jerusalem zusammengetragen wurden, wie der Kunstpalast am Dienstag mitteilte. Die Düsseldorfer Schau lenke den Blick auf den hierzulande noch unbekannten Künstler aus Addis Abeba, der aus Alltagsgegenständen und Elektroschrott Collagen und Wandreliefs fertigt.

Erst auf den zweiten Blick würden die verflochtenen Kabel, Tastaturelemente oder zerlegten Platinen sichtbar, erklärten die Ausstellungsmacher. Alle verwendeten Materialien seien ursprünglich mit Kommunikationsvorgängen verknüpft gewesen. Mit ihrer künstlerischen Verarbeitung gehe es Sime nicht nur um Aussagen zu seinem Heimatland Äthiopien oder dem Kontinent Afrika, sondern auch um Globalisierung und ihre Spuren im Leben aller Menschen.

Für das künstlerische Schaffen Simes nehme das Kunstzentrum Zoma Contemporary Art Center in Addis Abeba eine zentrale Rolle ein, hieß es. Das Zentrum vereine Künstlerareale, Galerie, Unterkünfte, Bibliothek, Gastronomie, eine Grundschule und einen Kindergarten sowie einen Garten und Landwirtschaft. Für die Düsseldorfer Ausstellung wurde unter Mitwirkung von drei Schulklassen ein Werkstattraum ausgestattet, an dem Begegnungen und Veranstaltungen stattfinden.

Sime, geboren 1968 in Addis Abeba, studierte Grafik an der School of Fine Arts und Design in seiner Geburtsstadt. Mit der Kuratorin, Schriftstellerin und Anthropologin Meskerem Assegued gründete er 2002 das Zoma Contemporary Art Center. Dort fand Simes erste Einzelausstellung statt, international stellte er 2009 in Santa Monica in den USA erstmals seine Arbeiten vor. 2022 nahm der Künster mit „The Milk of Dreams“ an der zentralen Ausstellung der 59. Biennale von Venedig teil.