Die Stadt Kassel zeichnet die Recherche der Redaktion Correctiv unter dem Titel „Geheimplan gegen Deutschland“ mit dem „Kasseler Demokratie-Impuls 2024“ aus. Der investigative journalistische Beitrag, der im Januar vergangenen Jahres für großes Aufsehen gesorgt hatte, habe negative gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar gemacht und eine breite gesellschaftliche Debatte angestoßen, teilte die Stadt Kassel am Freitag mit. Dies sei im wahrsten Sinne des Wortes ein demokratischer Impuls mit großer Wirkung gewesen, urteilte die Jury. Rund vier Millionen Menschen seien in den folgenden Monaten bundesweit auf die Straße gegangen, um ein Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus zu setzen. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird am 22. März im Kasseler Rathaus verliehen.
Für den „Demokratie-Impuls 2024“ wurden nach Angaben der Stadt Kassel 48 wissenschaftliche und journalistische Arbeiten eingereicht. Sie beschäftigten sich gemäß dem Anliegen des 2019 gegründeten Preises vor allem mit den Themen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Die Recherchen der gemeinnützigen Redaktion Correctiv im Zusammenhang mit einem Treffen von Rechtsextremen, AfD-Politikern und Unternehmern in Potsdam hatten Überlegungen zur Vertreibung von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund öffentlich gemacht.