Die Landeskirche Braunschweig sucht eine neue Leitung für ihre Personalabteilung. Derzeit werde die Nachfolge von Oberlandeskirchenrätin Ulrike Brand-Seiß (61) vorbereitet, teilte Kirchensprecher Michael Strauß am Mittwoch mit. Die bisherige Personalchefin geht den Angaben zufolge im Januar 2026 in den Ruhestand. Da die Nachfolge aufgrund kirchengesetzlicher Regelungen acht Monate vorher geklärt sein solle, nehme die Landessynode bei ihrer Tagung im Mai in Wolfenbüttel eine entsprechende Wahl vor, hieß es. Kandidatinnen seien Alexandra Mary Eimterbäumer (56) aus Celle und Sabine Winkelmann (47) aus Darmstadt.
Eimterbäumer ist Pastorin und seit 2022 Theologische Referentin im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe für die Bereiche Personal, Aus- und Fortbildung, Bildung und Schule. Sie ist außerdem Ansprechperson für Fragen sexualisierter Gewalt. Zuvor war sie in der Personalberatung und -entwicklung der Landeskirche Hannovers tätig. Weitere Erfahrungen sammelte sie als Pastorin in Klein Hehlen und Beverstedt, als Referentin für den Lektoren- und Prädikantendienst sowie als Studienleiterin am Predigerseminar Celle.
Winkelmann ist als Pfarrerin und Oberkirchenrätin bei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) tätig. Seit 2020 leitet sie dort das Referat Personalservice Pfarrdienst und ist zuständig für die Konzeption von Strukturen und Rahmenbedingungen für Pfarrerinnen und Pfarrer. Zuvor war sie als Kur- und Klinikseelsorgerin sowie als Pfarrerin in der Propstei Rhein-Main tätig. Weitere Erfahrungen sammelte sie bei einem Sondervikariat in Südafrika. Zusätzliche Kenntnisse erwarb sie bei Fortbildungen für kirchliche Führungskräfte. Mitte 2025 schließt sie ein ergänzendes Bachelorstudium in Psychologie an der Fern-Universität Hagen ab.
Beide Kandidatinnen sind verheiratet und Mütter von zwei sowie vier Kindern. Die Wahl entscheidet für sich, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen erreicht hat. Das sind mindestens 24 Stimmen, da die Synode 46 Mitglieder umfasst. Wird diese Mehrheit im ersten Wahlgang nicht erreicht, wird die Wahl in gleicher Weise wiederholt. Im dritten und vierten Wahlgang ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Mitglieder der Synode erhält.