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Bislang keine Wolfsangriffe auf Hunde in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz kam es seit der Wiederausbreitung von Wölfen zu keiner für Menschen oder Haushunde gefährlichen Situation. Dem Land sei kein Wolfsangriff auf frei laufende Hunde bekannt, teilte das Mainzer Umweltministerium auf eine Kleine Anfrage aus der Abgeordnetengruppe der Freien Wähler hin mit. Auch Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen in den Wäldern des Landes seien „immer ohne Beeinträchtigung der beteiligten Personen“ abgelaufen. Allein für das Jahr 2024 bezifferte die Landesregierung die Anzahl sogenannter Sichtmeldungen auf 158.

Anders als in der Abgeordnetenanfrage nahegelegt, habe die Ausbreitung des Wolfes auch keine abschreckende Wirkung auf Touristen. „Der Landesregierung liegen keine Hinweise auf Auswirkungen der im Land fest beheimateten Wölfe in Westerwald und Hunsrück auf die touristische Nutzung rheinland-pfälzischer Regionen vor“, teilte Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) mit. „Es sind keine Auswirkungen des Wolfs auf den Tourismus in Deutschland bekannt.“

Die rheinland-pfälzische Landtagsopposition fordert seit längerer Zeit, den Abschuss von Wölfen zu erleichtern. Das Land hatte dies lange Zeit mit Verweis auf die niedrige Zahl der Tiere zurückgewiesen, unter öffentlichem Druck von Nutztierhaltern aber zuletzt zugestanden, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Für die Tiere soll vorerst eine ganzjährige Schonzeit gelten, doch eine geplante Novelle des Landesjagdgesetzes sieht vor, dass das Vorkommen des Wolfes „im Einklang mit den Belangen der Landeskultur“ wie beispielsweise mit denen der Weidetierhaltung stehen müsse. Aktuell leben in Rheinland-Pfalz vier Wolfsrudel, drei davon in der Westerwaldregion und eines im Hunsrück im Grenzgebiet zum Saarland.