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Bayerische Wirtschaftsleistung geschrumpft

Die Wirtschaftsleistung in Bayern ist im vergangenen Jahr erstmals seit dem Coronajahr 2020 geschrumpft. Um ein Prozent ist das bayerische Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag mitteilte. Zwar habe das BIP nominal um 2,3 Prozent zugelegt, doch dies sei nur dem deutlichen Preisanstieg geschuldet. Preisbereinigt bleibe eine reale Abnahme um 1,0 Prozent. Damit entwickle sich die Wirtschaft in Bayern schlechter als im Bundesgebiet, wo das BIP preisbereinigt nur um 0,2 Prozent abgenommen hat.

Ausschlaggebend in Bayern ist laut Statistischem Landesamt, dass die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe um real 5,5 Prozent zurückgegangen sei. Dagegen sei der Dienstleistungssektor mit 0,8 Prozent preisbereinigt leicht gewachsen. Das verarbeitende Gewerbe spiele für die bayerische Wirtschaft traditionell eine vergleichsweise große Rolle. Im Bundesgebiet brach die Entwicklung nur um real 2,9 Prozent ein.

Zugleich revidierten die Statistiker die bayerische Wirtschaftsentwicklung für 2023: Auf Basis einer verbesserten Datengrundlage errechneten sie, dass Bayerns BIP um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Die vorläufige Berechnung hatte nur ein Wachstum von 0,3 Prozent ergeben. (1065/28.03.2025)