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Autorin predigt bei Gottesdienst zum Christopher Street Day

Die Schriftstellerin Nora Bossong steigt zum Auftakt des Christopher Street Days in Berlin auf die Kanzel. Sie wird in der Sankt Marienkirche in Berlin Mitte predigen.

Die Schriftstellerin Nora Bossong wird am Freitag beim Gottesdienst zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin die Predigt halten. “Nora Bossong ist eine wichtige und kritische Stimme unserer Gesellschaft”, sagte am Mittwoch die Superintendentin Silke Radosh-Hinder vom Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte, die den Gottesdienst initiiert hat. Bossongs Predigt werde eine große Bereicherung für den Gottesdienst sein – “sowohl als Empowerment als auch zur Selbstreflexion”.

Bossong lebt als freie Schriftstellerin in Berlin und meldet sich regelmäßig zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu Wort. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderen mit dem Thomas-Mann-Preis (2020). 2021 ging die Katholikin im Alter von 39 Jahren zur Erstkommunion. Sie ist zugewähltes Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Der Gottesdienst in der Sankt Marienkirche (Karl-Liebknecht-Straße 8, Berlin-Mitte) beginnt um 18:00 Uhr und wird nach Angaben der Veranstalter in multireligiöser Gastfreundschaft gefeiert. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hält ein Grußwort; Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein sowie zahlreiche internationale Gäste wie zum Beispiel aus der Partnerkirche UCC New York und aus Ghana sowie Menschen aus der jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaft feiern den Gottesdienst mit. Außerdem seien unter anderen Vertreter des Berliner CSD Vereins und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld dabei.

Am Samstag ist die Evangelische Kirche in Berlin mit einem eigenen Truck unter dem Motto “Liebe tut der Seele gut” auf dem CSD Berlin Pride vertreten. Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, Superintendentin Silke Radosh-Hinder und viele weitere Unterstützer nehmen ebenfalls an der Demonstration teil.