ARD und ZDF setzen den “32er-Vertrag” mit diversen Verbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes fort. Betroffen sind auch eher exotische Sportarten wie Tauziehen und Minigolf.
Die öffentlich-rechtlichen Sender haben den “32er-Vertrag” mit diversen Spitzensportverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verlängert. Wie ARD und ZDF am Mittwoch mitteilten, umfasst der neue Vertrag die Veranstaltungen von 16 olympischen und 16 nicht-olympischen Sportarten. Damit sind wie bisher 32 DOSB-Mitgliedsverbände vertreten, was dem Vertrag seinen Namen gibt.
ZDF-Sportchef Yorck Polus sagte, damit bilde man auch künftig “die Vielfalt des Sports in Deutschland” ab. Dazu gehöre als “feste Größe” auch wieder das Multisportevent “Die Finals” im Sommer. Für die ARD betonte deren Sportkoordinator Axel Balkausky, mit der Verlängerung der Vereinbarung zeige die ARD, dass ihr “die Partnerschaft mit den verschiedensten Spitzensportverbänden des DOSB am Herzen liegt und wir gemeinsam eine hohe Aufmerksamkeit für die verschiedensten Sportarten in Deutschland erreichen wollen”.
Mit dem Vertrag sind im allgemeinen aber keine konkreten Zusagen an die Verbände zur Übertragung bestimmter Events und Wettbewerbe verbunden. Kritiker monieren, dass vor allem in den Hauptprogrammen der öffentlich-rechtlichen Sender nur wenige Sportarten regelmäßig vertreten seien und gerade kleinere Randsportarten kaum vorkommen. Die Sender weisen solche Vorwürfe regelmäßig zurück. So habe das Erste Programm der ARD 2023 rund 358 Stunden Live-Sport gezeigt. Davon entfielen nach ARD-Angaben 80 Stunden auf Fußball, 163 Stunden auf Wintersport und 115 Stunden auf andere Sportarten. Insgesamt habe man über 35 verschiedene Sportarten live berichtet.
Der Vertrag wird von der SportA, der gemeinsamen Sportrechtefirma von ARD und ZDF, abgewickelt, die auch über Sublizenzierungsrechte verfügt und so Sportevents an andere Sender lizenzieren kann.