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Älteste Glockengießergrube Deutschlands entdeckt

Dülmen – Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Dülmen die bislang älteste Glockengießergrube Deutschlands gefunden. Die Grube im Dülmener Stadtkern ist nach Erkenntnissen der Forscher rund 1200 Jahre alt, erklärte der LWL. Nach ersten naturwissenschaftlichen Analysen handele es sich um die älteste Grube in Deutschland, in der eine Kirchenglocke gegossen wurde. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob die Dülmener Glockengießergrube vielleicht sogar die älteste in Europa ist.
Der Fund zeige, dass Dülmen und seine Pfarrkirche in der frühen karolingischen Zeit entstanden seien, hieß es weiter. In dieser Phase sei Westfalen missioniert worden. Karl der Große habe für sein Herrschaftsgebiet verordnet, dass die Priester die Kirchenglocken zu läuten hätten. 817 wurde laut LWL festgelegt, dass jede Pfarrei eine Glocke haben muss. epd