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Verlag “Theater der Zeit” erhält Kurt-Wolff-Preis

Der Berliner Verlag „Theater der Zeit“ ist am Freitag mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet worden. Die mit 35.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde auf der Leipziger Buchmesse übergeben. Zur Begründung hieß es, der Kulturverlag präsentiere mit einer Zeitschrift und in Büchern die Schauspielkunst auf vielfältige Weise und mit brillanter Recherche. Er zeige, wie „überlebensnotwendig“ Theater in dieser Zeit sei.

Bei dem seit 1993 unabhängigen Verlag sind unter anderem Bücher über Heiner Müller, Einar Schleef und Thomas Brasch erschienen. Die gleichnamige Monatszeitschrift mit dem Schwerpunkt Theater und Politik wurde 1946 in Ost-Berlin gegründet.

Der mit 15.000 Euro dotierte Förderpreis der Kurt Wolff Stiftung ging an die Berliner Edition A.B. Fischer. Sie lege seit mehr als zwanzig Jahren „feinsinnig komponierte Publikationen“ vor, hieß es. Vor allem die Reihen „Menschen und Orte“ sowie „Wegmarken“ laden demnach zu Entdeckungsreisen ein.

Die Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene wurde im Jahr 2000 von Verlegerinnen und Verlegern sowie dem damaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) gegründet. Der Name erinnert an den bedeutenden Verleger des deutschen Expressionismus, der von 1887 bis 1963 lebte und mit dem Kurt Wolff Verlag unter anderem in Leipzig wirkte.

Die Stiftung versteht sich als Interessenvertretung unabhängiger deutscher Verlage. Ihr Sitz befindet sich seit 2002 im Haus des Buches in Leipzig.