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Evangelische Mission für mehr antirassistische Arbeit

Mehr Ressourcen für die Arbeit gegen Rassismus und die Begleitung Betroffener fordert die Vereinte Evangelische Mission zum internationalen Tag gegen Rassismus.

Sarah Vecera bei einer Podiumsdiskussion auf dem Kirchentag im Juni 2023 in Nürnberg
Sarah Vecera bei einer Podiumsdiskussion auf dem Kirchentag im Juni 2023 in Nürnbergepd-bild / Friedrich Stark

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) fordert mehr Ressourcen für die Arbeit gegen Rassismus und die Begleitung Betroffener. „Der Bedarf ist enorm und es gibt viel zu wenig qualitative Angebote für beides“, kritisierte Sarah Vecera, bei der VEM zuständig für den Schwerpunkt „Rassismus und Kirche“, mit Blick auf den internationalen Tag gegen Rassismus am Donnerstag (21. März). Die Evangelische Kirche müsse mehr Ressourcen bereitstellen, um Menschen seelsorgerlich zu begleiten, die durch Rassismus benachteiligt und traumatisiert sind.

Seit der Veröffentlichung der „Correctiv“-Recherchen über Pläne einer massenhaften Ausweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland im Januar erreichten die VEM vermehrt Anfragen nach Anti-Rassismus-Trainings, erklärte Vecera. Sie habe allein 2024 bereits mehr als 100 Absagen schreiben müssen, weil sie den vielen Anfragen nicht nachkommen könne.

Menschen mit Migrationshintergrund seien mit einer anderen Lebenswirklichkeit konfrontiert als die meisten weißen deutschen Menschen, erklärte die Theologin und Religionspädagogin. Die verschiedenartigen Formen von Diskriminierung müssten auch innerhalb der eigenen weiß geprägten Institution wahrgenommen werden.