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Stichwort: Anne Frank und ihr Tagebuch

Das jüdische Mädchen Anne Frank wurde 1929 in Frankfurt am Main geboren und 1944 von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager deportiert. Sie starb vor 80 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen bei Celle, vermutlich im Februar oder März 1945. Anne Frank wurde nur 15 Jahre alt. Ihr auf Niederländisch abgefasstes Tagebuch ließ ihr kurzes Leben zu einem weltweit bekannten Symbol für die Gräuel des Nationalsozialismus werden.

Sie bekam das Tagebuch zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt. Wenig später musste die Familie Frank untertauchen. Es war das Jahr 1942, der Massenmord an den europäischen Juden durch die Nationalsozialisten und ihre Helfer hatte begonnen. Zwei Jahre lang lebte sie versteckt in einem Amsterdamer Hinterhaus.

„Ich bin so froh, dass ich Dich habe!“, lautete ihr erster Tagebucheintrag. Bis zum 1. August 1944 schrieb Anne Frank über den Alltag in der Amsterdamer Prinsengracht. Im August 1944 stürmte die Gestapo das Versteck, die acht Verfolgten waren verraten worden. Anne und ihre ältere Schwester Margot starben im Konzentrationslager Bergen-Belsen an den Folgen von Hunger und Entkräftung.

Vater Otto Frank überlebte als Einziger der Untergetauchten den Holocaust und publizierte 1947 das Tagebuch seiner Tochter in einer Erstauflage von etwa 3.000 Exemplaren unter dem Titel „Het Achterhuis“ („Das Hinterhaus“). Es wurde in rund 70 Sprachen übersetzt und gehört heute zum Weltdokumentenerbe.