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Senckenberg-Museum zeigt Hirn von Fußballlegende Charly Körbel

Das Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt am Main macht unter anderem mit einem Gehirn-Modell des Fußballers Karl-Heinz „Charly“ Körbel die Komplexität des menschlichen Gehirns deutlich. Durch die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Eintracht Frankfurt-Legende Körbel biete das Museum einen leichten Zugang zu dem spannenden Organ, sagte der Direktor des Senckenberg-Forschungsinstituts und Naturmuseums, Andreas Mulch am Dienstag bei der Präsentation der Schau. Die neue Dauerausstellung „Gehirne“ zeigt 120 Exponate zum Thema Gehirn von Menschen und Tieren.

Das Gehirn passt sich ständig neuen Anforderungen an, betonte Astrid Proksch, Geschäftsführerin „Gehirn erforschen“ der Hertie-Stiftung. Mit der Unterstützung der Ausstellung, wolle die Stiftung dazu beitragen, Begeisterung für das Organ zu wecken.

Körper und Geist sind beim Fußballspielen in ständiger Interaktion, wobei komplexe Vorgänge im Gehirn ablaufen. Als er „Einstein geschlagen“ hat, habe er den größten öffentlichen Zuspruch seines Lebens erfahren, sagte Charly Körbel scherzend. Die Senckenberg-Gesellschaft hatte vor einigen Jahren im Internet abstimmen lassen, welches Gehirn sie in der Ausstellung zeigen soll. Das Denkorgan Körbels setzte sich mit 56 Prozent der abgegebenen Stimmen durch, unter anderem gegen die Gehirne von Albert Einstein und der Schimpansenforscherin Jane Goodall, die 26 beziehungsweise elf Prozent bekamen.

Die von Tim Berresheim geschaffene Büste des Bundesliga-Rekordspielers Körbel zeigt das Gehirn, Gesichtszüge, Muskeln, Augen und Adern. Gearbeitet hat der Künstler dazu mit MRT-Scans von Körbels Gehirn, Bildmessungen und Lichtscans. Besucher können in der Ausstellung auf einem virtuellen Spielfeld auch erleben, welche Gehirnareale bei verschiedenen Spielzügen aktiv sind und an Hörstationen Interviews mit Forschern verfolgen. Exponate aus dem Tierreich machen deutlich, wie sich etwa eine Fledermaus orientiert oder eine Silberameise navigiert.